WURFSCHEIBENSCHIESSEN

Wo Reaktionsvermögen und Präzision aufeinandertreffen

Dynamik, Präzision und Konzentration

Wurfscheibenschießen ist ein anspruchsvoller Sport, bei dem es auf schnelle Reaktion und höchste Präzision ankommt. Ziel ist es, bewegliche Wurfscheiben, die in die Luft geschleudert werden, mit einer Schrotflinte zu treffen. Der Sport ist in verschiedenen Disziplinen unterteilt, darunter Trap, Skeet und Parcours, die jeweils unterschiedliche Anforderungen an Technik und Konzentration stellen.

Ob als Freizeitbeschäftigung oder im Wettkampf – Wurfscheibenschießen vereint Tradition und moderne Technik.

Das Besondere 
am SPORT

Im Gegensatz zu vielen anderen Schießsportdisziplinen gibt es beim Wurfscheibenschießen nur zwei Ergebnisse: „getroffen“ oder „nicht getroffen“ – und das ist sowohl für die Schützen als auch für die Zuschauer unmittelbar sichtbar.
Geschossen wird mit Flinten, deren Munition aus einer Schrotladung besteht.

Beim Wurfscheibenschießen können Flinten der Kaliber 12, 16 oder 20 verwendet werden. In der Praxis kommen jedoch fast ausschließlich Bockdoppelflinten im Kaliber 12 zum Einsatz.
Zwar sind laut Regelwerk auch halbautomatische Flinten zugelassen, sie werden jedoch nur selten genutzt. Vorderschaftrepetierflinten (sogenannte Pump Guns) sind grundsätzlich nicht erlaubt.

Je nach Disziplin unterscheiden sich die verwendeten Bockdoppelflinten leicht in Lauflänge und den sogenannten Chokes.
Diese Wechsel-Einsätze werden vorne in die Läufe geschraubt und verringern den Laufdurchmesser minimal. Dadurch wird die Schrotgarbe gebündelt, sodass auch weiter entfernte Wurfscheiben noch zuverlässig getroffen werden können.

Quelle: Förderkreis Wurfscheibe und Deutscher Schützenbund e.V.

Die Disziplinen

wurfscheiben-schießen

Das Wurfscheibenschießen umfasst eine Vielzahl an Disziplinen, darunter z. B. Trap, Doppeltrap, Skeet, Jagdparcours (Sporting), Rollhase, Regenbogentaube, Helices und viele weitere Varianten.

Grundsätzlich wird zwischen sportlichem und jagdlichem Schießen unterschieden. Die jeweiligen Disziplinen folgen dabei unterschiedlichen Regeln und stellen teils sehr unterschiedliche Anforderungen an Schützen und Ausrüstung.

Trap

Jagdlich

Im jagdlichen Trap schießen die Teilnehmer 15 Wurfscheiben. Anders als beim sportlichen Trap wird die Scheibe nicht mündlich abgerufen, sondern durch ein Abwinken angefordert. Der Schütze steht 11 Meter vom Wurfautomaten entfernt und schießt mit einer Flinte, wobei der Gewehrschaft am Beckenknochen anliegt und die Mündung etwa auf Augenhöhe ist. Die Wurfrichtung der Scheiben wird vorab durch festgelegte Schemen bestimmt, wobei einige Automaten zufällige Flugbahnen erzeugen können.

Wettkämpfe werden in Gruppen (Rotten) von sechs Schützen ausgetragen. Dabei kommen Flinten der Kaliber 12, 16 oder 20 zum Einsatz, mit einer maximalen Schrotladung von 24 Gramm pro Schuss und einem Schrotdurchmesser von maximal 2,5 mm. Bleischrote sind die bevorzugte Wahl, da Stahlschrote aufgrund gefährlicher Abpraller nicht weit verbreitet sind.

Für einen Treffer wird ein sichtbares Stück der Scheibe während der Flugphase erkannt. Der Begriff "Trap" stammt ursprünglich aus dem Englischen und bezieht sich auf die Käfige, aus denen früher Tauben zum Schießen freigelassen wurden.

Sportlich

Trap ist seit 1900 eine olympische Disziplin. In Wettkämpfen werden 25 Wurfscheiben in fünf Serien geschossen. Die Schützen stehen in fünf nebeneinanderliegenden Ständen, die 15 Meter hinter dem Wurfautomaten aufgestellt sind. Die Wurfscheiben werden von 15 Wurfmaschinen in verschiedenen Flugbahnen abgeworfen, die nach einem vorher ausgelosten Schema eingestellt werden.

Während des Wettkampfs ruft der Schütze elektroakustisch die Scheibe ab. Die Scheiben erreichen dabei eine Geschwindigkeit von bis zu 70 km/h. Nach jedem Schuss wechselt der Schütze auf den nächsten Stand, bis er alle 25 Scheiben abgefeuert hat.

Im Gegensatz zum jagdlichen Trap wird beim sportlichen Trap im Voranschlag geschossen, wobei die Flinte bereits an der Schulter anliegt. Die Scheiben fliegen schneller und weiter als beim jagdlichen Trap, was den Wettkampf anspruchsvoller macht. Auch hier wird ein Treffer gewertet, wenn sich ein sichtbares Stück der Scheibe löst.

Bleischrote mit einem maximalen Durchmesser von 2,5 mm sind auch beim sportlichen Trap der Standard, da Stahlschrote wegen der Sicherheitsrisiken nicht verwendet werden.

Quelle: Wikipedia

Skeet

Jagdlich

Im jagdlichen Skeet schießen die Schützen auf Wurfscheiben von den Ständen 1, 3, 4 und 5, wobei jeweils eine einzelne Scheibe aus jeder Wurfmaschine abgefeuert wird. Auf den Ständen 2, 6 und 7 wird zusätzlich eine Dublette geschossen, wobei auf Stand 7 auch eine einzelne abfliegende Scheibe hinzukommt. Die Dublette wird durch gleichzeitiges Auslösen beider Maschinen abgefeuert. Ein Schütze kann insgesamt 15 Treffer erzielen, wobei jeder Treffer mit fünf Punkten bewertet wird.

Der Schütze ruft die Wurfscheibe durch ein Abwinken an, wobei die Waffe dabei deutlich sichtbar einmal vertikal geschwenkt wird. Eine Verzögerung wie beim sportlichen Skeet gibt es hier nicht. Wettkämpfe werden in der Regel von Mannschaften aus drei Schützen bestritten.

Sportlich

Im sportlichen Skeet wird eine Serie von 25 Wurfscheiben geschossen, wobei der Schütze nur einen Schuss pro Scheibe abgibt. Seit dem 1. Januar 2013 gibt es neue Vorgaben des Weltverbands ISSF, die die Disziplin wie folgt regeln:

Stand 1–3: Zuerst wird eine Wurfscheibe aus dem Hochhaus abgefeuert, gefolgt von einer Dublette (Hochhaus-Niederhaus).

Stand 4: Zuerst wird eine Einzelscheibe aus dem Hochhaus abgefeuert, dann eine aus dem Niederhaus. Der Schütze muss dabei die Waffe mit zwei Patronen laden, aber nur einen Schuss pro Scheibe abgeben. Nach dem Schuss auf die Hochhausscheibe wird die Waffe abgesetzt (nicht gebrochen), und der Schütze wechselt die Position, um die Niederhausscheibe zu schießen.

Stand 5–6: Zuerst wird eine Einzel-Niederhausscheibe abgefeuert, dann eine Dublette (Niederhaus-Hochhaus).

Stand 7: Nur eine Dublette wird geschossen (Niederhaus-Hochhaus).

Stand 4 (wieder): Zwei Dubletten werden geschossen, zuerst in der Reihenfolge Hochhaus-Niederhaus und dann in umgekehrter Reihenfolge (Reverse Dublette).

Stand 8: Zuerst eine Einzelscheibe aus dem Hochhaus, dann eine aus dem Niederhaus.

Nach dem Abruf der Scheibe gibt es eine zufallsgesteuerte Verzögerung von 0 bis 3 Sekunden, bevor die Wurfscheibe sichtbar wird.

Im Wettkampf schießt jeder Schütze 125 Wurfscheiben (fünf Runden zu je 25 Scheiben), gefolgt von einer Finalrunde. Die besten sechs Schützen aus der Qualifikation treten im Finale an. Für Damenwettbewerbe sind es 75 Wurfscheiben und ein Finale. Bei Treffergleichheit wird ein Stechen (Shoot-Off) auf Stand 4 ausgetragen, bei dem Dubletten und Reverse Dubletten geschossen werden, bis ein Schütze eine Scheibe verfehlt.

Wettkämpfe werden in Deutschland vom Deutschen Schützenbund (DSB) organisiert.

Quelle: Wikipedia

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